Nuklearmedizin

Nuklearmedizin

Als nuklearmedizinische Praxis bieten wir Ihnen umfangreiche Funktionsuntersuchungen der Stoffwechselvorgänge verschiedener Organe an.

Für eine nuklearmedizinische Untersuchung injizieren wir Ihnen für gewöhnlich eine Substanz in die Vene die mit einer geringen Menge Radioaktivität markiert ist. Das hierfür benötige Injektionsvolumen ist deutlich kleiner als bei Röntgenkontrastmitteln. Die Strahlenexposition ist vergleichbar mit der einer konventionellen Röntgenuntersuchung.

Wir führen folgende nuklearmedizinische Untersuchungen an:

Schilddrüsenszintigraphie im Rahmen der Schilddrüsen-Sprechstunde

Wir bieten Ihnen eine komplette Diagnostik der Schilddrüse aus einer Hand an. Neben der Schilddrüsensonographie und Szintigraphie werden auch die erforderlichen Laborwerte in unserem eigenen SD-Labor zuverlässig bestimmt.

Unter Berücksichtigung der Anamnese, Beschwerden und Medikamenteneinnahme können wir so Ihrem Hausarzt Empfehlungen zur medikamentösen Therapie oder falls erforderlich, operativen Sanierung oder Radiojodtherapie geben.

Schilddrüsensprechstunde

Die Schilddrüsenszintigraphie ist ein maßgeblicher Baustein in der Schilddrüsendiagnostik. Nach intravenöser Injektion einer sehr geringen Menge an schwach radioaktiver Messsubstanz werden 20 Minuten später Aufnahmen der Schilddrüse mit einer sogenannten Gammakamera angefertigt. Die Aufnahme selbst dauert nur 4 Minuten in der Sie vor dem Aufnahmeschirm sitzen. Hierbei wird ein Funktionsbild der Schilddrüse erzeugt, in der umschriebene Störungen, wie beispielsweise heiße oder kalte Knoten, aber auch das ganze Organ betreffende, z.B. entzündliche Erkrankungen, erkennbar werden.

Knochen-(Skelett)-Szintigraphie

Skelettszintigraphie

Die Skelettszintigraphie dient der Stoffwechseluntersuchung des Knochen- und Gelenksystems. Bei Fragestellung nach entzündlichen Veränderungen z.B. im Sinne einer rheumatischen Arthritis, Tumoren oder Knochenmetastasen, aber auch entzündlich aktivierten degenerativen Umbauten (Arthrosen) ist das Verfahren hervorragend geeignet. Auch zur Frakturdiagnostik bei beispielsweise unklarem Ergebnis einer Röntgenuntersuchung liefert dieses Verfahren zuverlässige Ergebnisse.

Lungenperfusionsszintigraphie

Lungenperfusionsszintigraphie

Mit diesem Verfahren können sehr sicher Embolien in der Lunge diagnostiziert oder ausgeschlossen werden. Im Gegensatz zur ebenfalls hierzu genutzten Computertomographie ist bei der Lungenperfusionsszintigraphie kein jodhaltiges Kontrastmittel erforderlich, sodass diese Methode ins besonders für Patienten mit Jod- / Kontrastmittelallergien oder eingeschränkter Nierenfunktion geeignet ist.

Nach intravenöser Injektion eines Radiopharmakons werden Übersichten beider Lungen in insgesamt 8 Ebenen angefertigt. Der Patient liegt hierbei entspannt auf der Untersuchungsliege. Die Untersuchungsdauer beträgt ca. 15 Minuten.

Nierenfunktionsszintigraphie

Nierenfunktionsszintigraphie

Mit der Nierenfunktionsszintigraphie lässt sich die Funktion der Nieren auch getrennt nach linksseitig und rechtsseitig darstellen. Dazu werden dem Patienten radioaktiv markierte Substanzen in einer Lösung in den Blutkreislauf injiziert. Während die sogenannten Tracer den Kreislauf und somit auch die Nieren durchwandern wird von einer Gammakamera der Transport im Kreislauf aufgezeichnet und durch einen Computer sichtbar gemacht. So lassen sich Rückschlüsse auf die Funktion der Nieren ziehen. Die Untersuchung dauert meistens etwa 20 Minuten, erfolgt im Liegen und endet mit einer Blutentnahme. Durch die Konzentration der radioaktiv markierten Substanzen im entnommenen Blut lassen sich weitere Diagnosen zur Reinigungsfunktion der Nieren erstellen.

Zur Anwendung kommt die Nierenfuktionsszinitgraphie vor allem bei Verdacht auf Harnleiterabflussstörungen (z.B. aufgrund verengter Harnleiter) aber auch in der Vorbereitung von Operationen an der Niere oder in der Transplantationsmedizin zur Beurteilung der Nierenfunktion vor einer Organspende.

Wächter(Sentinel)-Lymphknotenszintigraphie

Die Wächter(Sentinel)-Lymphknotenszintigraphie wird im Rahmen der Krebstherapie präoperativ eingesetzt. Dabei wird mittels einer feinen Kanüle eine radioaktive Lösung in den Bereich des Tumors injiziert.

Die Verfolgung des Weges der radioaktiven Partikel durch die Lymphbahnen mit einer Gammakamera macht den ersten angeströmten Lymphknoten hinter dem Tumor sichtbar. Eine Markierung auf der Haut erlaubt dem Operateur die Entfernung des so gekennzeichneten wächter-Lymphknotens.

Mit einer Gammasonde lässt sich die genaue Lage des Lymphknotens recht exakt bestimmen. Die Untersuchung des entnommenen Lymphknotens nach metastierenden Zellen erlaubt Rückschlüsse auf die weitere Verbreitung des Tumors und wirkt sich somit auf den Therapieverlauf aus. Bei nicht mit metastierenden Zellen befallenen Wächter-Lymphknoten können dem Patienten auf diese Weise größere operative Eingriffe erspart bleiben.

Wichtigstes Anwendungsgebiet der Wächter(Sentinel)-Lymphknotenszintigraphie ist die Behandlung von Brustkrebs. Die Wächter(Sentinel)-Lymphknotenszintigraphie wird in der Regel am Vortag des geplanten operativen Eingriffes vorgenommen.